Systemische Auftellungsarbeit – die Kraft der Ahnen

Auf der persönlichen Ebene grenzen die Ergebnisse und die Veränderungen im Leben oft an Wunder, wenn die Energie der Ahnen wieder frei fließen kann. Eine Grundthese der systemischen Aufstellungsarbeit lautet. Unter allem ist Liebe auch wenn das manchmal schwer vorstellbar sein kann.

Die Arbeit kann auf einer sehr tiefen Seelenebene erfolgen und viel Potential frei setzen, wenn die Vertrickungen gelöst werden. Ich achte sehr stark auf die Grenzen des Klienten und auch auf die Grenzen der Ahnen, die in den Aufstellungen „auftauchen“.

Unter einer Verstrickung verstehen wir eine Verbindung z.B. zu den Eltern bei der ein Ungleichgewicht entstanden ist in dem wir z.B. Verantwortung für Dinge übernehmen die nicht zu uns gehören. Manchmal wird das von Generation zu Generation weitergereicht. Es gibt sehr unterschiedliche Erklärungsmodelle wie die Aufstellungsarbeit funktioniert. Auch die Wissenschaft beschäftigt sich immer wieder damit und hat Erklärungen gefunden. Ab einem gewissen Punkt, immer dann wenn Verstrickungen in weit zurückliegende Generationen auftauchen, kommen die wissenschaftlichen Erklärungsmodelle an Ihre Grenzen. Es ist nicht erklärbar warum wir Gefühle oder Krankheiten von Vorfahren übernehmen, die viele Generationen vor uns gelebt haben.

Für mich persönlich ist diese Arbeit einfach magisch und von großer Tiefe auf einer Seelenebene getragen für die es keine Erklärungen gibt.

Die systemische Arbeit ist mittlerweile auch ein fester Bestandteil in der Beratungs- und Coachingpraxis. Ob nun in der Personalentwicklung, bei Konfliktlösungen oder sozialen Systemen gibt es viele gute Gründe für die systemische Arbeit:

Durch den Einbezug aller relevanten Teile und Dynamiken des Systems werden nachhaltigere Ergebnisse generiert.

Das Erkennen „um was geht es wirklich“ wird erleichtert und gefördert.

Ein wichtiges Augenmerk wird dem Erkennen von dem „was noch fehlt“ oder von dem „was wird nicht gesehen“ geschenkt.

Es werden oft sehr verblüffende, schnelle oder einfache Lösungen gefunden.

Bei der systemischen Arbeit wird mit Bildern gearbeitet, die oft „mehr als tausend Worte“ sagen.

Im Unterschied von überwiegend kognitiven Verfahren können rasch Ziel- und Problemräume geklärt werden.

Es fließt auch unbewusstes Material ohne spezielle Techniken in den Prozess ein

Wusstest Du, dass nur 17% Ihrer Seenerven nach Außen gerichtet sind. Die restlichen 83% gehen nach Innen und erzeugen so unsere „innere Welt“. Denke an eine beliebige Situation in Ihrem Leben. Du wirst immer auch den Raum sehen, in dem sich die Situation ereignet hat. Das kann nur bedeuten, dass wir uns die Welt erschaffen.

Wir bauen uns eine innere Welt, in der wir wichtige Bezugspersonen nachbauen um so schneller und besser mit Ihnen interagieren zu können. So haben wir Vater, Mutter, Geschwister, Chefs, Lehrer etc. immer präsent. Wir wissen meist sehr genau, wenn wir etwas tun, was würden Mutter, Vater oder der Chef dazu sagen.

Wir leben in Mikro- und Makrosystemen die alle Einfluss auf uns haben. Als kleinere Einheit ist schon der Mensch an sich ein sehr komplexes System aus Organen, Zellen und Bewusstsein. Wir wachsen auf in unserem Familiensystem zu dem wir durch unsere Geburt eine Zugehörigkeit erlangen. Der Spruch Blut ist dicker als Wasser hat eine tiefe Wahrheit.

Vom Familiensystem erweitern sich die Systeme immer weiter. Das Unternehmen in dem wir arbeiten oder der Verein in dem wir aktiv sind sind weitere Systeme. Das Dorf, die Stadt, der Kreis, das Land, der Kontinent bis hin zur gesamten Welt. Alles sind Systeme die sich wechselseitig beeinflussen.

Jedes System strebt nach Harmonie und Ausgleich. Unser Körper reagiert z.B. auf einen Infekt mit Fieber und versucht so den Ausgleich und die Gesundheit wieder herzustellen. Das Ganze unterliegt einem Ordnungsprinzip.

Und hier setzt die systemische Aufstellungsarbeit an. Jedes System hat grundlegende Ordnungsprinzipien. Werden diese verletzt „versucht“ das System die Ordnung wieder herzustellen. Dabei muss das „Sympton“ nicht unbedingt an der Stelle auftreten, an der die „Verletzung“ entstanden ist.

Der Leitsatz für die systemische Arbeit lautet: „Jeder steht an seinem Platz und trägt seine (und nur seine) Verantwortung.“

Die Ordnungsprinzipien und systemische Verletzungen:

Die Zugehörigkeit:
Jedes Element hat ein Recht auf Zugehörigkeit. In der Familie durch die Geburt oder Adoption im Unternehmen durch die Begründung eines Arbeitsverhältnisses. Dieses Recht ist auch mit Pflichten verknüpft.

Der Vorrang:
Das „Alte“ hat Vorrang vor dem „Neuen“. In der Familie bezieht sich das auf die Reihenfolge der Geschwister im Unternehmen auf die Zugehörigkeit zum Unternehmen. Hier kann es oft zu ungewollten Problemen kommen, wenn Mitarbeiter z.B. bei einer Beförderung übergangen werden.

Das Kompetenzprinzip:
Kompetenz wird vom System höher bewertet als Leistung(-sbereitschaft)

Das Leistungsprinzip:
Um eine Zugehörigkeit zu erlangen oder zu behalten bedarf es einer Leistungserfüllung und derer Anerkennung.

Die Hierarchie-Ordnung:
Ohne Ordnung entsteht Chaos, Konflikte und Machtkämpfe.

Der Auslgeich von Geben und Nehmen:
Ist das Geben und Nehmen nicht ausgeglichen reagiert das System ebenfalls.

Die Ausrichtung:
Jedes System ist auf ein Ziel ausgerichtet oder hat eine Aufgabe.